Wenn der Headhunter nicht (mehr) anruft…

In der Vergangenheit wurden Sie von Headhuntern angerufen, haben aber die Angebote dankend abgelehnt? Sie waren zufrieden mit Ihrem Job und der Wunsch nach einer Veränderung war nicht da, was Sie in dem Telefonat auch eindeutig signalisiert haben. Natürlich fühlten Sie sich durch den Anruf geschmeichelt und Ihr Selbstbewusstsein wurde gesteigert. Doch nun hat sich Ihre Situation geändert. Sie haben einen neuen Vorgesetzten bekommen, die versprochene Beförderung blieb aus, Ihr Projekt wurde einfach eingestampft und Ihre Perspektive hat sich immens verschlechtert. In dieser Situation käme Ihnen der Anruf eines Headhunters doch sehr gelegen….


Oder Sie haben eine tolle Herausforderung als Expat in einem Tochterunternehmen in Südafrika, Indien oder China angenommen. Sie haben grandiose Arbeit geleistet doch nun läuft alles so, wie Sie es sich vorgestellt haben und Ihnen fehlt die Herausforderung. Ihre Motivation lässt nach und gerne würden Sie auch wieder zurück in Ihre Heimat. Doch leider gibt es bei Ihrem Arbeitgeber im Headquarter kurz- und mittelfristig keine interessante Perspektive. Die Stellensituation haben Sie nur sporadisch beobachtet, von Headhuntern sind Sie nach Ihrem Weggang aus Deutschland überhaupt nicht mehr kontaktiert worden. Doch jetzt wäre es schön, wenn ein Headhunter anrufen würde….

Natürlich können Sie geduldig warten, bis das Telefon wieder klingelt oder man Sie über Netzwerke wie XING oder LinkedIn kontaktiert (wobei Ihnen gleich einfällt, dass Sie Ihre Profile nicht gepflegt haben – also wird es dazu höchste Zeit). Was können Sie noch tun?

Gehen Sie selbst auf die Personalberater zu! Was früher verpönt war, ist heute absolut üblich. Am einfachsten ist es, die Berater zu kontaktieren, die Sie in der Vergangenheit angesprochen haben. Die Kontaktdaten sollten Sie haben. Haben Sie aber nicht? Oder der Berater ist nicht dort nicht mehr tätig? Dann suchen Sie sich die passenden Beratungshäuser und den Consultant heraus, der Spezialist für Ihre Branche ist und greifen Sie zum Hörer! Oder nutzen Sie Empfehlungen.

Wichtig ist dabei, dass Sie sich im Vorfeld überlegen, was Sie dem Berater erzählen wollen und wo Sie sich sehen. Selbstverständlich können Sie auch eine Mail mit Ihrem Lebenslauf und einem Anschreiben schicken. Hier sollte Ihr Lebenslauf „headhuntergerecht“ sein, d.h. Ihre Expertisen, Erfahrungen und Erfolge sollten so aufgearbeitet sein, dass der Berater sofort Ihren Mehrwert für seine Kunden entdeckt. Halten Sie sich dabei kurz und überfrachten Sie Ihre Unterlagen nicht – auch Headhunter haben wenig Zeit! Allerdings sollten Sie die Unterlagen nicht inflationär an alle Beratungshäuser schicken, sondern Sie ganz gezielt versenden.

Und für die Zukunft gilt: Pflegen Sie ein Netzwerk zu Headhuntern, auch wenn Sie gerade nicht wechselwillig sind!

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